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| Leben [ Botticelli Gemälde |
Sandro Botticelli wurde in Florenz am 1.3.1445 als letzter von vier Söhnen geboren.
Sein eigentlicher Name war Alessandro di Mariano di Vanni Filipepi. Der heute bekannte Name Botticelli, das Fässchen, wurde ihm von seinem Bruder als Spitzname angehängt.
Botticelli war Schüler in der Werkstatt von Filippo Lippi. Sein erstes Werk, die Madonna mit Kind und Engel (zirka 1465) ist dem Bild seines Meisters Lippi täuschend ähnlich.
Die Malerei Botticellis wurde durch Antonio del Pollaiuolo und Andrea del Verrocchio und später vom flämischen Maler Hans Memling weiter beeinflusst.
1469 besaß Sandro Botticelli bereits seine eigene Werkstatt (Bottega).
Mit der Anstellung im Hause der Medici genoss Botticelli Schutz und ein gesichertes Einkommen.
In den Jahren 1481-82 wurde er mit anderen Malern zur Ausgestaltung der Sixtinischen Kappelle nach Rom gerufen, wo er neben einigen Papstbildnissen drei der insgesamt 10 Szenen aus dem Leben von Jesus und Moses malte: Die Prüfungen des Mose, Versuchung Christi und Bestrafung von Korach, Datan und Abiram.
Nach seiner Rückkehr nach Florenz erhielt er unter Lorenzo il Magnifico den Auftrag zur Gestaltung von vier Tafeln mit den Episoden aus dem Decameron "Nastagio degli Onesti" sowie zur Dekoration der Villa von Spedaletto.
Die schönsten und berühmtesten Werke Botticellis sind Der Frühling (1482) und die Geburt der Venus (1485).
Mit dem Niedergang der Medici-Dynastie nach dem Tod von Lorenzo de Medici im Jahr 1492 ging auch Botticelli unter.
Arm, unbeachtet und einsam starb Botticelli am 17.5.1510 in Florenz. Er wurde in der Gruft seiner Vaters unter der Kirche Ognissanti (Allerheiligen) in Florenz beigesetzt. Die Gruft stand oft unter Wasser und erst spät wurde seine Grabstelle wiederentdeckt, die nur durch eine Inschrift identifiziert werden konnte. Seine Bilder waren lange in den Kellern von Kunstsammlungen verborgen, bis Sandro Botticelli Ende des 19. Jh. von den Engländern St.John Tyrwhitt und John Ruskin wiederentdeckt wurde.
Sandro Botticelli gilt als einer der berühmtesten Künstler der Frührenaissance. Eine präzise und elegante Linienführung bringen eine einzigartige Leichtigkeit, transparente Stoffe und fließende Haare hervor und lassen im Betrachter eine verzaubernde Melancholie aufsteigen.
Sein mystischer Malstil wurde von den Künstlern der Hochrenaissance Leonardo da Vinci und Michelangelo weiterentwickelt.
Heute gilt seine Malerei als das Sinnbild der Schönheit der Frauen mit ihren zarten Figuren, feinen Gesichtszügen und offenen wehenden Haaren, wie es von zeitgenössischen Fotografen und Modeschöpfern bevorzugt wird.
In den Uffizien von Florenz sind die meisten seiner Werke, davon "Der Frühling" und "Die Geburt der Venus" ausgestellt:
Florenz Galleria Palatina, Sala di Prometeo
Galleria dell'Accademia Florenz, Sala del Colosso
Weitere Werke Botticellis befinden sich im Vatikan (Sixtinische Kappelle), in Villa Borghese Rom, Museum Poldi Pezzoli Mailand, Accademia Carrara Bergamo, im Louve Paris, in der London National Gallery, Gemäldegalerie Berlin, National Art Gallery Washington, Museo del Prado Madrid, Philadelphia Museum of Art, Metropolitan Museum New York, Ermitage Sant' Petersburg, Frankfurter Städel, Gemäldegalerie Dresden u.a.
Ausgestellte Werke :
La Madonna del Padiglione (Eigentum der Pinakothek Ambrosiana)
La Natività mistica (Leihgabe der National Gallery London)
Im Ausstausch gegen das Bildnis eines Musikers von Leonardo da Vinci, hat die National Gallery London das späte Botticelli-Gemälde "La Natività mistica" (Die mystische Geburt) zur Verfügung an die Ambrosiana Bibliothek ausgeliehen.
Ausgestellte Werke von Sandro Botticelli:
Mardocheo portato in trionfo da Aman, 1470 - 1472
Leihgabe aus der National Gallery of Canada
Storie di Virginia, 1498
Bergamo, Accademia Carrara
Studio per due nudi maschili, 1470 zirka
Firenze, Gabinetto Disegni e Stampe degli Uffizi
Adorazione dei Magi,
Firenze, Galleria degli Uffizi
Ritratto di giovane con cappello nero, 1470
Firenze, Galleria Palatina di Palazzo Pitti
Comunione di San Girolamo, 1498 - 1500 c.
Collezione privata
Sandro Botticelli
Mardocheo piange davanti alla porta del palazzo reale, detto 'La Derelitta', 1470 - 1472
Rom, Galleria Pallavicini
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